Strompreis Österreich seit 2007
Haushalte in Österreich zahlten im 2. Halbjahr 2025 im Mittel 32,72 ct/kWh inklusive aller Steuern und Abgaben (Eurostat, Verbrauch 2.500 bis 4.999 kWh pro Jahr). Ein Jahr zuvor (2. Halbjahr 2024) waren es 24,37 ct/kWh, das sind plus 34,3 %.
- 2. Halbjahr 2025
- 32,72ct/kWh inkl. Steuern und Abgaben
- ohne Steuern, Abgaben
- 25,39ct/kWh 2. Halbjahr 2025
- Höchstwert
- 32,72ct/kWh 2. Halbjahr 2025
- Erster Wert
- 17,40ct/kWh 2. Halbjahr 2007
Von 2010 bis 2020 lag der österreichische Durchschnittspreis im Mittel bei 20,13 ct/kWh und damit 30 Prozent unter dem deutschen (28,58 ct/kWh). Während der Energiekrise dämpften Stromkostenzuschuss und gesenkte Abgaben den Anstieg: Im Jahr 2023 wiesen Steuern, Abgaben und Entlastungen ohne Mehrwertsteuer laut Eurostat zusammen -5,90 ct/kWh aus, also eine Entlastung. Nach dem Auslaufen der Stromkostenbremse Ende 2024 stieg der Durchschnittspreis vom 2. Halbjahr 2024 (24,37 ct) auf 32,72 ct im 2. Halbjahr 2025.
Hinweis zur Datenlage: Eurostat kennzeichnet die österreichischen Werte ab dem 2. Halbjahr 2022 als geschätzt. In Österreich haben Kundinnen und Kunden mit intelligentem Messgerät seit 1. April 2026 ein Recht auf einen Liefervertrag mit dynamischen Energiepreisen; Lieferanten mit mehr als 25.000 Zählpunkten müssen solche Verträge anbieten (§ 22 ElWG, BGBl. I Nr. 91/2025). Ob sich ein dynamischer Tarif wie aWATTar HOURLY für dich gerechnet hätte, zeigt der Tarif-Rechner mit den österreichischen Börsenpreisen.
Entwicklung seit 2007
| Zeitraum | Österreich gesamt | ohne MwSt. | ohne Steuern |
|---|---|---|---|
| 32,72 (g) | 27,26 | 25,39 | |
| 29,05 (g) | 24,21 | 25,78 | |
| 24,37 (g) | 20,31 | 26,78 | |
| 27,31 (g) | 22,76 | 29,46 | |
| 27,48 (g) | 22,90 | 29,90 | |
| 26,53 (g) | 22,11 | 26,91 | |
| 23,70 (g) | 19,75 | 20,90 | |
| 22,49 | 18,74 | 15,79 | |
| 22,85 | 19,04 | 14,48 | |
| 22,16 | 18,46 | 13,94 | |
| 21,67 | 18,06 | 13,84 | |
| 21,11 | 17,59 | 13,58 | |
| 20,74 | 17,28 | 13,49 | |
| 20,34 | 16,95 | 13,16 | |
| 20,12 | 16,76 | 12,65 | |
| 19,66 | 16,38 | 12,32 | |
| 19,78 | 16,49 | 12,18 | |
| 19,50 | 16,25 | 12,21 | |
| 20,10 | 16,75 | 12,22 | |
| 20,34 | 16,95 | 12,42 | |
| 19,83 | 16,52 | 12,39 | |
| 20,09 | 16,74 | 12,61 | |
| 19,87 | 16,56 | 12,94 | |
| 20,21 | 16,84 | 13,21 | |
| 20,18 | 16,82 | 13,61 | |
| 20,82 | 17,35 | 14,13 | |
| 20,24 | 16,86 | 14,12 | |
| 19,75 | 16,46 | 14,33 | |
| 19,65 | 16,38 | 14,44 | |
| 19,86 | 16,55 | 14,42 | |
| 19,30 | 16,08 | 13,96 | |
| 19,67 | 16,39 | 14,27 | |
| 19,09 | 15,91 | 13,80 | |
| 19,09 | 15,90 | 13,80 | |
| 17,72 | 14,76 | 12,68 | |
| 17,79 | 14,83 | 12,71 | |
| 17,40 | 14,62 | 12,55 |
(g) = von Eurostat als geschätzt gekennzeichnet. "-" = für diesen Zeitraum kein Wert veröffentlicht. Abruf: 07.10.2026.
Woraus der Preis besteht
Im Jahr 2025 entfielen laut Eurostat im Mittel 16,00 ct/kWh auf Energie und Vertrieb, 9,59 ct/kWh auf Netzentgelte und 5,30 ct/kWh auf Steuern, Abgaben und Entlastungen samt Mehrwertsteuer. Mehr dazu auf der Seite Was steckt im Strompreis.
| Jahr | Energie, Vertrieb | Netz | Steuern, Abgaben ohne MwSt. | MwSt. | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| 2025 | 16,00 | 9,59 | 0,15 | 5,15 | 30,89 |
| 2024 | 19,95 | 8,17 | -6,59 | 4,31 | 25,84 |
| 2023 | 20,60 | 7,80 | -5,90 | 4,50 | 27,00 |
| 2022 | 11,47 | 6,87 | 0,90 | 3,85 | 23,09 |
| 2021 | 7,45 | 6,76 | 4,54 | 3,75 | 22,50 |
| 2020 | 7,32 | 6,39 | 4,11 | 3,57 | 21,39 |
| 2019 | 6,87 | 6,45 | 3,79 | 3,41 | 20,52 |
| 2018 | 6,23 | 6,26 | 4,09 | 3,32 | 19,90 |
| 2017 | 6,13 | 6,06 | 4,30 | 3,30 | 19,79 |
Ereignisse in Österreich
- Österreichs Strommarkt ist vollständig liberalisiert Seit dem 1. Oktober 2001 kann jede Kundin und jeder Kunde den Stromlieferanten frei wählen. Davor hatte das ElWOG von 1998 den Markt nur schrittweise und noch nicht vollständig geöffnet. Wikipedia (Elektrizitätswirtschaft in Österreich)
- Gebotszone Deutschland/Österreich wird getrennt Am 1. Oktober 2018 startete das Engpassmanagement an der deutsch-österreichischen Gebotszonengrenze. Die Regulierer hatten es für einen sicheren Netzbetrieb im Winter genehmigt, die Day-Ahead-Umsetzung folgte am 30. September. TransnetBW
- Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) tritt in Kraft Das EAG (BGBl. I Nr. 150/2021) trat am 28. Juli 2021 in Kraft. Es zielt auf 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Quellen (national bilanziell) bis 2030 und ersetzt Einspeisetarife durch Marktprämien. Schönherr (Rechtsanwälte); Ziel bestätigt durch RIS
- Ökostrom-Pauschale 2022 wird ausgesetzt Der Wirtschaftsausschuss beschloss am 11. Januar 2022 mit breiter Mehrheit eine EAG-Novelle, die die Erneuerbaren-Förderpauschale für 2022 aussetzt. Zusammen mit dem Entfall des Förderbeitrags sparte das einem Haushalt durchschnittlich 42 bis 44 Euro. Parlament Österreich
- Russland greift die Ukraine an Der russische Angriff auf die Ukraine begann am Morgen des 24. Februar 2022. Durch den Überfall und seine Folgen stiegen weltweit die Preise für Energie und Lebensmittel. Wikipedia (Russischer Überfall auf die Ukraine)
- Elektrizitätsabgabe wird fast auf null gesenkt Für Vorgänge nach dem 30. April 2022 und vor dem 1. Jänner 2025 wurde die Elektrizitätsabgabe von 1,5 Cent auf 0,1 Cent je kWh gesenkt. energie.gv.at (Bundesministerium)
- EU-Notfallverordnung deckelt Erlöse am Strommarkt Die Verordnung (EU) 2022/1854 vom 6. Oktober 2022 begrenzt Markterlöse inframarginaler Erzeuger auf 180 EUR je MWh. Sie schreibt zudem ein verbindliches Ziel von 5 Prozent weniger Stromverbrauch in Spitzenzeiten vor. EUR-Lex
- Nationalrat beschließt Stromkostenzuschussgesetz Der Nationalrat beschloss am 13. Oktober 2022 das Stromkostenzuschussgesetz. Der Staat bezuschusst bis zu 2.900 kWh pro Jahr den Preisanteil zwischen 10 und 40 Cent/kWh, zunächst vom 1. Dezember 2022 bis 30. Juni 2024. Parlament Österreich
- Stromkostenbremse wird bis Ende 2024 verlängert Der Nationalrat beschloss am 18. Dezember 2023 die Verlängerung der Stromkostenbremse bis 31. Dezember 2024. Bis 2.900 kWh gab es weiter bis zu 30 Cent Zuschuss, die Abgabensenkungen wurden mitverlängert. BMIMI (Infothek)
- Stromkostenbremse endet in Österreich Die Unterstützung ist mit 31. Dezember 2024 ausgelaufen, seither zahlen Haushalte wieder den regulären Verbrauchspreis ihres Tarifs. Die auf 0,1 Cent gesenkte Elektrizitätsabgabe galt nur bis Ende 2024. Wien Energie
- Smart-Meter-Ziel von 95 Prozent übertroffen Die IME-VO verlangte bis Ende 2024 eine Ausrollungsquote von 95 Prozent. Erreicht wurden 96,9 Prozent, rund 6,5 Millionen Zählpunkte. E-Control (Monitoringbericht Smart Meter 2025)
- Day-Ahead-Handel auf 15-Minuten-Produkte umgestellt Im Day-Ahead-Markt (SDAC) gilt die 15-Minuten-Marktzeiteinheit seit dem Liefertag 1. Oktober 2025, Handelstag war der 30. September 2025. Statt 24 Stundenpreisen entstehen seither 96 Viertelstundenpreise pro Tag. Austrian Power Grid (APG)
- Nationalrat beschließt Elektrizitätswirtschaftsgesetz Der Nationalrat beschloss das ElWG als Teil des Günstiger-Strom-Gesetzes am 11. Dezember 2025 mit 116 zu 47 Stimmen, der Bundesrat folgte am 17. Dezember. Es sieht unter anderem einen Sozialtarif, Vorauszahlungszähler und das Recht auf Ratenzahlung vor. Parlament Österreich
- Elektrizitätsabgabe wird 2026 erneut gesenkt Der Nationalrat beschloss am 16. Dezember 2025 die Senkung der Elektrizitätsabgabe für 2026. Für Haushalte sinkt sie von 1,5 auf 0,1 Cent/kWh, für Unternehmen auf 0,82 Cent/kWh. Die Maßnahme ist auf ein Jahr befristet. Parlament Österreich
Häufige Fragen
Was kostet eine Kilowattstunde Strom in Österreich?
Im 2. Halbjahr 2025 zahlten Haushalte mit 2.500 bis 4.999 kWh Jahresverbrauch laut Eurostat im Mittel 32,72 ct/kWh inklusive Steuern und Abgaben. Eurostat kennzeichnet diesen Wert als geschätzt.
Warum ist Strom in Österreich 2025 teurer geworden?
Ende 2024 lief die Stromkostenbremse aus, und die auf 0,1 Cent gesenkte Elektrizitätsabgabe galt nur bis Ende 2024. Im selben Zeitraum stieg der Eurostat-Durchschnittspreis von 24,37 ct/kWh (2. Halbjahr 2024) auf 32,72 ct/kWh (2. Halbjahr 2025).
Gibt es in Österreich dynamische Stromtarife?
In Österreich haben Kundinnen und Kunden mit intelligentem Messgerät seit 1. April 2026 ein Recht auf einen Liefervertrag mit dynamischen Energiepreisen; Lieferanten mit mehr als 25.000 Zählpunkten müssen solche Verträge anbieten (§ 22 ElWG, BGBl. I Nr. 91/2025).