Strompreis Deutschland seit 2007
Haushalte in Deutschland zahlten im 1. Halbjahr 2026 im Mittel 36,18 ct/kWh inklusive aller Steuern und Abgaben (Eurostat, Verbrauch 2.500 bis 4.999 kWh pro Jahr). Ein Jahr zuvor (1. Halbjahr 2025) waren es 38,35 ct/kWh, das sind minus 5,7 %.
- 1. Halbjahr 2026
- 36,18ct/kWh inkl. Steuern und Abgaben
- ohne Steuern, Abgaben
- 23,88ct/kWh 1. Halbjahr 2026
- Höchstwert
- 41,25ct/kWh 1. Halbjahr 2023
- Erster Wert
- 20,25ct/kWh 1. Halbjahr 2007
Von 20,25 ct/kWh im 1. Halbjahr 2007 stieg der Durchschnittspreis bis 2014 auf 29,81 ct und blieb dann bis 2020 fast unverändert um 30 ct. Der große Sprung kam mit der Energiekrise: vom 2. Halbjahr 2022 (33,57 ct) auf das 1. Halbjahr 2023 (41,25 ct). Seither sinkt der Preis langsam, auf 36,18 ct im 1. Halbjahr 2026.
Die Eurostat-Werte sind Durchschnitte über alle Haushalte des Verbrauchsbands; dein eigener Tarif kann davon abweichen. Seit dem 1. Januar 2025 müssen in Deutschland alle Stromlieferanten einen dynamischen Tarif anbieten, für Kundinnen und Kunden mit intelligentem Messsystem (§ 41a Abs. 2 EnWG). Vorher galt das nur für Lieferanten mit mehr als 100.000 Letztverbrauchern. Ob sich so ein Tarif für dich gerechnet hätte, zeigt der Tarif-Rechner.
Entwicklung seit 2007
| Zeitraum | Deutschland gesamt | ohne MwSt. | ohne Steuern |
|---|---|---|---|
| 36,18 | 30,41 | 23,88 | |
| 38,69 | 32,52 | 26,25 | |
| 38,35 | 32,23 | 25,98 | |
| 39,43 | 33,14 | 27,97 | |
| 39,51 | 33,20 | 28,06 | |
| 40,20 | 33,79 | 28,82 | |
| 41,25 | 34,67 | 29,73 | |
| 33,57 | 28,22 | 23,33 | |
| 32,79 | 27,56 | 18,99 | |
| 32,34 | 27,18 | 15,96 | |
| 31,93 | 26,84 | 15,62 | |
| 30,06 | 25,91 | 14,51 | |
| 30,43 | 25,64 | 14,30 | |
| 28,78 | 24,18 | 13,21 | |
| 30,88 | 25,95 | 14,73 | |
| 30,00 | 25,21 | 13,78 | |
| 29,87 | 25,10 | 13,79 | |
| 30,48 | 25,61 | 13,83 | |
| 30,48 | 25,61 | 13,89 | |
| 29,77 | 25,02 | 13,82 | |
| 29,69 | 24,95 | 13,88 | |
| 29,46 | 24,76 | 14,27 | |
| 29,51 | 24,80 | 14,31 | |
| 29,74 | 24,99 | 14,40 | |
| 29,81 | 25,05 | 14,35 | |
| 29,21 | 24,55 | 14,89 | |
| 29,19 | 24,53 | 14,93 | |
| 26,76 | 22,49 | 14,32 | |
| 25,95 | 21,81 | 14,41 | |
| 25,31 | 21,27 | 13,95 | |
| 25,28 | 21,24 | 14,06 | |
| 24,38 | 20,49 | 13,70 | |
| 23,75 | 19,96 | 13,81 | |
| 22,94 | 19,28 | 13,59 | |
| 22,82 | 19,18 | 14,01 | |
| 21,95 | 18,43 | 13,41 | |
| 21,48 | 18,00 | 12,99 | |
| 21,05 | 17,64 | 12,79 | |
| 20,25 | 17,02 | 12,27 |
(g) = von Eurostat als geschätzt gekennzeichnet. "-" = für diesen Zeitraum kein Wert veröffentlicht. Abruf: 07.10.2026.
Woraus der Preis besteht
Im Jahr 2025 entfielen laut Eurostat im Mittel 14,81 ct/kWh auf Energie und Vertrieb, 11,30 ct/kWh auf Netzentgelte und 12,41 ct/kWh auf Steuern, Abgaben und Entlastungen samt Mehrwertsteuer. Mehr dazu auf der Seite Was steckt im Strompreis.
| Jahr | Energie, Vertrieb | Netz | Steuern, Abgaben ohne MwSt. | MwSt. | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| 2025 | 14,81 | 11,30 | 6,26 | 6,15 | 38,52 |
| 2024 | 16,54 | 11,47 | 5,17 | 6,30 | 39,48 |
| 2023 | 19,92 | 9,37 | 4,96 | 6,50 | 40,75 |
| 2022 | 13,03 | 8,04 | 6,81 | 5,29 | 33,17 |
| 2021 | 8,03 | 7,76 | 11,22 | 5,13 | 32,14 |
| 2020 | 5,74 | 8,64 | 11,36 | 4,52 | 30,26 |
| 2019 | 5,81 | 7,40 | 10,98 | 4,59 | 28,78 |
Ereignisse in Deutschland
- EnWG-Neufassung öffnet den Strommarkt Das Gesetz zur Neuregelung des Energiewirtschaftsrechts trat am 29. April 1998 in Kraft. Es setzte die EG-Richtlinie zum Energiebinnenmarkt um und ermöglichte diskriminierungsfreien Netzzugang dritter Stromanbieter. Damit wurde das Gebietsmonopol der Versorger aufgelöst. Wikipedia (Energiewirtschaftsgesetz)
- Stromsteuer als Teil der ökologischen Steuerreform Die Stromsteuer wurde am 1. April 1999 im Rahmen der ökologischen Steuerreform eingeführt. Der Regelsatz liegt seit 2003 bei 2,05 ct/kWh. Wikipedia (Stromsteuer)
- Erneuerbare-Energien-Gesetz tritt in Kraft Das EEG ersetzte das Stromeinspeisungsgesetz von 1991 und führte feste Einspeisevergütungen mit bundesweitem Ausgleichsmechanismus ein. Es trat am 1. April 2000 in Kraft. Wikipedia (EEG)
- Erster negativer Strompreis an der Börse Negative Strompreise traten an der EPEX Spot erstmals am 5. Oktober 2008 auf. Wikipedia (Negativer Strompreis)
- Atom-Moratorium nach Fukushima Am 14. März 2011, drei Tage nach der Katastrophe von Fukushima, kündigte die Bundesregierung das Atom-Moratorium an. Acht Reaktoren wurden vom Netz genommen und blieben dauerhaft abgeschaltet. Wikipedia (Atom-Moratorium)
- Bundestag beschließt 13. Atomgesetz-Novelle Der Bundestag beschloss am 30. Juni 2011 das Dreizehnte Gesetz zur Änderung des Atomgesetzes und machte damit die im Herbst 2010 beschlossene Laufzeitverlängerung rückgängig. Acht Kernkraftwerke wurden dauerhaft abgeschaltet, die übrigen neun bekamen feste Abschaltzeitpunkte. Wikipedia (Atomausstieg)
- Sonnenfinsternis stellt das Stromnetz auf die Probe Bei der partiellen Sonnenfinsternis am 20. März 2015 sagten Studien Leistungsgradienten von -400 bis +700 MW pro Minute voraus. Das deutsche Netz blieb stabil, ausgeglichen unter anderem durch Pumpspeicher und flexible Kraftwerke. Wikipedia (Sonnenfinsternis vom 20. März 2015)
- EEG-Umlage erreicht 2017 den Höchstwert Die EEG-Umlage stieg 2017 auf 6,88 ct/kWh, nach 6,35 ct im Vorjahr, und war damit der höchste Wert seit Einführung. Grund war vor allem der Rückgang der Börsenpreise, wodurch die Differenz zu den festen Vergütungen wuchs. WirtschaftsWoche (Zahlenreihe: stromauskunft.de)
- Gebotszone Deutschland/Österreich wird getrennt Am 1. Oktober 2018 startete das Engpassmanagement an der deutsch-österreichischen Gebotszonengrenze. Die Regulierer hatten es für einen sicheren Netzbetrieb im Winter genehmigt, die Day-Ahead-Umsetzung folgte am 30. September. TransnetBW
- Corona-Tief am Strommarkt Am 21. April 2020 fiel der Day-Ahead-Preis zwischen 14 und 15 Uhr auf -83,94 EUR/MWh, den niedrigsten Wert des Jahres 2020. Der Jahresdurchschnitt lag bei 30,47 EUR/MWh, die Netzlast sank um 3,2 Prozent. Bundesnetzagentur
- EEG-Umlage sinkt für 2022 auf 3,723 ct/kWh Die Übertragungsnetzbetreiber gaben am 15. Oktober 2021 bekannt, dass die EEG-Umlage 2022 auf 3,723 ct/kWh sinkt, nach 6,500 ct im Vorjahr. Ein Bundeszuschuss von 3,25 Mrd. Euro senkte sie um weitere 0,934 ct/kWh. Amprion (Übertragungsnetzbetreiber)
- Russland greift die Ukraine an Der russische Angriff auf die Ukraine begann am Morgen des 24. Februar 2022. Durch den Überfall und seine Folgen stiegen weltweit die Preise für Energie und Lebensmittel. Wikipedia (Russischer Überfall auf die Ukraine)
- EEG-Umlage fällt auf 0 ct/kWh Der Bundestag beschloss am 28. April 2022 die Absenkung der EEG-Umlage auf null zum 1. Juli 2022. Die Förderkosten werden seither aus dem Bundeshaushalt bzw. dem Energie- und Klimafonds getragen, mit rund 6,6 Mrd. Euro jährlich. Deutscher Bundestag
- Rekordpreise am Day-Ahead-Markt im August 2022 Der durchschnittliche Großhandelspreis lag im August 2022 bei 465,18 EUR/MWh. Der höchste Day-Ahead-Preis betrug 871,00 EUR/MWh am Montag, 29. August, zwischen 19 und 20 Uhr. SMARD (Bundesnetzagentur)
- EU-Notfallverordnung deckelt Erlöse am Strommarkt Die Verordnung (EU) 2022/1854 vom 6. Oktober 2022 begrenzt Markterlöse inframarginaler Erzeuger auf 180 EUR je MWh. Sie schreibt zudem ein verbindliches Ziel von 5 Prozent weniger Stromverbrauch in Spitzenzeiten vor. EUR-Lex
- Strompreisbremsegesetz (StromPBG) ausgefertigt Das Gesetz wurde am 20. Dezember 2022 ausgefertigt. Es deckelt für Verbrauch bis 30.000 kWh pro Jahr den Preis bei 40 ct/kWh brutto für 80 Prozent des Verbrauchs. Es gilt für Strom, der nach dem 31. Dezember 2022 und vor dem 1. Januar 2024 verbraucht wird. gesetze-im-internet.de
- Die letzten drei Atomkraftwerke gehen vom Netz Am 15. April 2023 wurden Isar 2, Emsland und Neckarwestheim 2 abgeschaltet. Die Atomstromproduktion sank von 32 TWh im Jahr 2022 auf 6,7 TWh im Jahr 2023. Wikipedia (Atomausstieg)
- Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende Das GNDEW (BGBl. I Nr. 133/2023) wurde am 22. Mai 2023 ausgefertigt und am 26. Mai 2023 verkündet. Es novelliert das Messstellenbetriebsgesetz mit Preisobergrenzen und regelt Ausbau und Betrieb intelligenter Messsysteme. Bundesgesetzblatt
- Strompreisbremse wird nicht verlängert Die Bundesregierung entschied am 28. November 2023, die Strompreisbremse nicht zu verlängern, sie endete am 31. Dezember 2023. Begründet wurde das mit gesunkenen Energiepreisen und dem Haushaltsloch nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Klimafonds. Deutsche Handwerks Zeitung
- Übertragungsnetzentgelte 2024 verdoppeln sich Am 13. Dezember 2023 meldeten die Übertragungsnetzbetreiber 6,43 ct/kWh für 2024, nach 3,12 ct in 2023. Grund: Der zugesagte Zuschuss von 5,5 Mrd. Euro entfiel nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts. pv magazine
- 2023: Großhandelspreis halbiert, 301 negative Stunden Der Day-Ahead-Durchschnittspreis sank 2023 auf 95,18 EUR/MWh, nach 235,45 EUR/MWh 2022. Es gab 301 Stunden mit negativen Preisen, 2022 waren es 69. Bundesnetzagentur
- Dunkelflaute treibt Day-Ahead-Preis auf 936 EUR/MWh Am 12. Dezember 2024 erreichte der Day-Ahead-Preis in der Stunde von 17 bis 18 Uhr maximal 936 EUR/MWh. Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt fanden keine Hinweise auf missbräuchliches Verhalten. SMARD (Bundesnetzagentur)
- Dynamische Stromtarife für alle Lieferanten Pflicht Nach § 41a EnWG müssen seit 1. Januar 2025 alle Stromlieferanten dynamische Tarife anbieten, für Kunden mit intelligentem Messsystem. Zuvor galt die Pflicht nur für Lieferanten mit mehr als 100.000 Kunden. gesetze-im-internet.de
- Smart-Meter-Pflichteinbau startet Seit Januar 2025 müssen Verbraucher ab 6.000 kWh Jahresverbrauch, Erzeuger ab 7 kW und Betreiber steuerbarer Verbrauchseinrichtungen ein intelligentes Messsystem erhalten. Die Rollout-Phase soll bis Ende 2030 zu mindestens 95 Prozent abgeschlossen sein. Haufe
- Solarspitzengesetz gilt Das Gesetz wurde am 24. Februar 2025 im Bundesgesetzblatt verkündet und gilt ab 25. Februar 2025. Neue PV-Anlagen ab 2 kW erhalten bei negativen Strompreisen keine EEG-Vergütung mehr, die Förderung kann nachgeholt werden. pv magazine
- Day-Ahead-Handel auf 15-Minuten-Produkte umgestellt Im Day-Ahead-Markt (SDAC) gilt die 15-Minuten-Marktzeiteinheit seit dem Liefertag 1. Oktober 2025, Handelstag war der 30. September 2025. Statt 24 Stundenpreisen entstehen seither 96 Viertelstundenpreise pro Tag. Austrian Power Grid (APG)
- Bundestag beschließt 6,5 Mrd. Euro Netzentgelt-Zuschuss Der Bundestag beschloss am 13. November 2025 einen Zuschuss von 6,5 Mrd. Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds zu den Übertragungsnetzkosten 2026 (neuer § 24c EnWG). Für 2027 bis 2029 sind laut Bundesregierung jährlich 5,525 Mrd. Euro vorgesehen. Deutscher Bundestag
Häufige Fragen
Was kostet eine Kilowattstunde Strom in Deutschland?
Im 1. Halbjahr 2026 zahlten Haushalte mit 2.500 bis 4.999 kWh Jahresverbrauch laut Eurostat im Mittel 36,18 ct/kWh inklusive Steuern und Abgaben. Dein eigener Preis hängt von Anbieter, Tarif und Netzgebiet ab.
Wann war Strom in Deutschland am teuersten?
Den höchsten Halbjahreswert seit 2007 meldet Eurostat für das 1. Halbjahr 2023 mit 41,25 ct/kWh. In diesem Jahr galt die Strompreisbremse, die den Preis für 80 Prozent des Verbrauchs bei 40 ct/kWh brutto deckelte.
Wie viel vom Strompreis sind Steuern und Abgaben?
Ohne Steuern und Abgaben lag der Preis im 1. Halbjahr 2026 bei 23,88 ct/kWh, mit allen Steuern und Abgaben bei 36,18 ct/kWh.